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Logopädie Lemgo

Informationen für Eltern

Wir können Eltern die Sprachentwicklung ihrer Kinder unterstützen?

„Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man an ihm zieht.“

Grundsätzlich gilt, dass Eltern die Sprachentwicklung ihres Kindes nicht weiter vorantreiben können, als die biologischen Gegebenheiten es vorgeben. Aber Eltern können gute Wachstumsbedingungen für die Entwicklung ihres Kindes schaffen.

Ermöglichen Sie Ihrem Kind die Erfahrungen, aus denen es nach seinem Entwicklungsplan sein Sprachvermögen aufbaut. Weil Sprachentwicklung aber Teil der Gesamtentwicklung des Kindes ist, sind damit alle Arten von Umwelterfahrungen gemeint (Erfahrungen mit Bewegung, mit Gefühlen, mit zwischenmenschlicher Verständigung und mit zu lösenden Problemen). Für die Unterstützung der Entwicklung Ihres Kindes bedeutet das, dass Sprache am besten gelernt wird in positiver, fröhlicher Atmosphäre und in Verbindung mit kindgerechtem Spiel.

Die Natur hat gut vorgesorgt und beide Seiten vorsorglich ausgestattet: das Kind mit den notwendigen Basisfähigkeiten (wie Gehör, Unterscheidungsfähigkeiten und einer Vorliebe für den zwischenmenschlichen Austausch) und die Eltern mit einer intuitiven Anpassung an die eingeschränkten Möglichkeiten des Kindes. Eltern brauchen deshalb keine besondere Ausbildung. Einfühlungsvermögen und gutes Zuhören reichen aus.

Hier ein paar Tipps, die Ihnen dabei helfen können, die Sprachentwicklung Ihres Kindes zu unterstützen:

Nehmen Sie ihr Kind ernst, indem Sie …

  • es anschauen, wenn Sie mit ihm sprechen,
  • ihm zuhören,
  • ihr Kind aussprechen lassen,
  • ihr Kind nicht verbessern, während es redet,
  • mit ihm spielen, statt zu üben,
  • es nicht nachsprechen lassen,
  • in vollständigen, aber nicht komplizierten Sätzen wiederholen, was es gesagt hat. Sie zeigen Ihrem Kind damit, dass Sie es verstanden haben und bieten ihm so ein korrektes Sprachvorbild.

Haben Sie Spaß und Freunde mit ihrem Kind, indem Sie …

  • mit ihm singen und tanzen,
  • mit ihm Bilderbücher anschauen,
  • und ihm Geschichten erzählen.

Nehmen Sie sich täglich Zeit, die nur für ihr Kind bestimmt ist und in der sie nicht parallel etwas anderes tun. Das können 15, 20, 30 Minuten sein oder 1 Stunde je nachdem, wie Sie es einrichten können.

Nicht das Fernsehen oder der Computer sind schädlich, sondern nur der Umgang damit. Daher ist es ratsam, wenn Sie …

  • die Fernsehzeit für ihr Kind begrenzen und über Fernsehsendungen gesprochen wird,
  • die Zeit am Computer begrenzt wird und über Computerspiele gesprochen wird.

Informationen für Angehörige

Kommunikationsstrategien für Angehörige von Menschen mit Aphasie

Bei Menschen mit Aphasie können alle Bereiche der Kommunikation Verstehen, Sprechen, Lesen und Schreiben – beeinträchtigt sein. Die Betroffenen haben aber nach wie vor Gedanken, Wünsche, Erfahrungen und Wissen, das sie äußern und in die Kommunikation mit anderen Menschen einbringen möchten. Die Gesprächspartner können Menschen mit Aphasie bei dieser Absicht unterstützen.

Seien Sie offen im Gespräch für nichtsprachliche Mittel zur Übermittlung von Informationen. Auch mit Gesten oder Zeichnungen, durch das Zeigen von Bildern oder durch das Aufschreiben einzelner Wörter können Betroffene Informationen vermitteln. Dabei ist es immer wichtiger, dass der gewünschte Inhalt vermittelt werden kann, als dass die Form des Gesagten richtig ist. Versuchen Sie eine ruhige Atmosphäre für Gespräche zu schaffen. Menschen mit Aphasie brauchen Zeit beim Sprechen; Zeitdruck wirkt sich oft negativ aus. Auch Umgebungsgeräusche können störend sein, so ist es zum Beispiel gut, das Radio bei einer Unterhaltung auszuschalten. Gespräche mit mehreren Personen sind für viele Betroffene schwieriger als Gespräche mit nur einer Person. Haben Sie ihren aphasischen Gesprächspartner nicht verstanden, fragen Sie nach bzw. versichern Sie sich, dass Sie richtig verstanden haben. Hilfreich können dann Entscheidungsfragen sein, die der Betroffene mit Ja oder Nein beantworten kann.

  • Versuchen Sie selbst im Gespräch in kurzen und einfachen Sätzen zu sprechen und schwierige Wörter (z.B. Fremdwörter) zu vermeiden, damit ihr aphasischer Gesprächspartner Sie besser verstehen kann.
  • Verwenden auch Sie Gesten, Mimik und Schriftsprache (z.B. Aufschreiben von Schlüsselwörtern), um das Verstehen über andere Kanäle zu sichern. Verfallen Sie dabei aber nicht in "Babysprache".
  • Im Gespräch mit mehreren Personen können Angehörige den Betroffenen unterstützen und für ihn sprechen bzw. seine Worte ergänzen, jedoch nur, wenn dies vom Betroffenen gewünscht wird.
  • Seien Sie nicht vorschnell und übernehmen Sie nicht vollständig die  Kommunikation für den Betroffenen. Fordern Sie den Betroffenen nicht auf falsch gesprochene Wörter korrekt zu wiederholen.
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